Zur Einordnung
Was Mediation eigentlich ist
Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur Konfliktklärung — mit mir als neutraler, allparteilicher Begleitung. Anders als vor Gericht geht es nicht darum, wer recht hat, sondern darum, was beide Seiten wirklich brauchen. Das Ergebnis gestalten die Beteiligten selbst — ich moderiere den Weg dorthin.

Für wen
Wenn ein Gespräch allein nicht mehr weiterführt

Paare, die an einem wiederkehrenden Konflikt festhängen
Familien, in denen Verletzungen oder Missverständnisse eine echte Begegnung erschweren
Berufliche Konstellationen — Kolleg*innen, Teams, Rollenklärungen
Verbindend ist der Wunsch nach einer echten Lösung — und die Bereitschaft, einander noch einmal zuzuhören.
Meine Methode
Der Moment, in dem sich etwas löst
Ich arbeite mit Perspektivwechsel-Techniken und mit Visualisierung, etwa auf dem Flipchart, um Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse sichtbar zu machen. Zentral ist dabei die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg: Hinter jedem Konflikt stehen Bedürfnisse — sie zu erkennen, verändert das Gespräch.
In der Mediation nennen wir den Moment, in dem nach dem Aussprechen wieder Verständnis entsteht, Erhellung. Ein Moment, der alle Beteiligten berührt — und der Ausgangspunkt für eine gemeinsame Lösung ist.

Ablauf
So läuft eine Mediation ab
01
Erstgespräch
Kostenfrei und unverbindlich, 30 Minuten. Wir klären, worum es geht und ob Mediation der richtige Weg ist.
02
Mediationssitzungen
Als Einzel- oder Co-Mediation, vor Ort im Raum Erlangen / Herzogenaurach oder online — in einem geschützten, vertraulichen Rahmen.
03
Ergebnis
Eine gemeinsam erarbeitete Lösung, die von allen Beteiligten getragen wird — und oft mehr Erleichterung als das Ergebnis selbst.
FAQs
Was Sie vielleicht noch wissen möchten
Passt Mediation zu mir?
Mediation eignet sich für Paare, Familien und berufliche Konstellationen, in denen ein Konflikt festgefahren ist und Gespräche allein nicht mehr weiterführen. Entscheidend ist nicht die Art des Konflikts, sondern der Wunsch aller Beteiligten nach einer echten Lösung.
Vor Gericht entscheidet eine dritte Person, in der Mediation entscheiden Sie selbst. Eine Therapie arbeitet Vergangenes auf, Mediation richtet den Blick auf eine tragfähige Lösung für die Zukunft. Rechtsberatung und Therapie ersetzt sie nicht.
Mediation setzt Freiwilligkeit und die Bereitschaft zum offenen Gespräch voraus. Bei Gewalt, akuten Krisen oder wenn eine Seite sich nicht frei äußern kann, sind andere Formen der Unterstützung besser geeignet.
Das Erstgespräch können Sie allein führen. Dabei klären wir, wie Sie die andere Person einladen können, ohne Druck aufzubauen.
Was erwartet mich?
Hier schildern Sie Ihre Situation, und ich erkläre, wie eine Mediation in Ihrem Fall aussehen kann. Das Gespräch ist kostenfrei und unverbindlich.
Nach dem Erstgespräch folgen gemeinsame Sitzungen mit einer klaren Struktur: Themen sammeln, Sichtweisen und Bedürfnisse verstehen, Lösungen entwickeln und am Ende festhalten. Eine Sitzung dauert in der Regel 60 bis 120 Minuten, meist sind drei bis sechs Termine sinnvoll.
Beides ist möglich. Für Termine vor Ort buche ich einen ruhigen, neutralen Raum in der Region Erlangen / Herzogenaurach. Online-Sitzungen finden per Videogespräch statt.
Worauf kann ich mich verlassen?
Ja. Als Mediatorin unterliege ich der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht nach dem Mediationsgesetz. Auch alle Beteiligten vereinbaren zu Beginn, dass das Gesagte im Raum bleibt.
Ja. Ich bin allen Beteiligten gleichermaßen verpflichtet, bewerte nicht und treffe keine Entscheidungen. Meine Aufgabe ist es, das Gespräch so zu führen, dass jede Seite gehört wird.
Die Ergebnisse werden in einer schriftlichen Abschlussvereinbarung festgehalten, die alle Beteiligten unterzeichnen. Bei Bedarf können Sie diese anwaltlich prüfen oder notariell beurkunden lassen.
Dann haben Sie nichts verloren. Sie können die Mediation jederzeit beenden, und alle anderen Wege bleiben Ihnen offen. Oft ist schon viel gewonnen, wenn wieder ein Gespräch möglich ist.

